WW
Weitblick
Projektwettbewerb
2025, 1. Rang
Auftraggeberin
NKR AG
Ort
Rieden SG
Wo Weite bleibt
Mit dem Projekt Weitblick entsteht am westlichen Ortseingang von Rieden eine neue Wohnsiedlung, die sich harmonisch in die markante Hanglage und das gewachsene Ortsbild einfügt. Der Standort bietet eine aussergewöhnliche Aussicht über die Linthebene, den Zürichsee und bis in die Glarner Alpen – ein Panorama, das die Identität der gesamten Überbauung prägt.
Die Bebauung reagiert sensibel auf die umliegenden Strukturen: Während bergseits kleinteilige Einfamilienhäuser den Übergang zum bestehenden Quartier bilden, öffnen sich die quer zum Hang gestellten Mehrfamilienhäuser mit grosszügigen Abständen zum Tal und schaffen so luftige Räume und vielfältige Blickbezüge. Die volumetrische Staffelung folgt der Topografie und formt eine charakteristische Silhouette, die sich selbstverständlich in die Landschaft einordnet und gleichzeitig einen zeitgenössischen Ausdruck vermittelt.
Die Architektur knüpft an die Tradition der holzverschalten Bauernhäuser an. Die neuen Gebäude erhalten eine hinterlüftete Holzschalung, während robuste Sichtbetonsockel das Gelände aufnehmen und eine langlebige Basis schaffen. Grosse, gedeckte Aussenräume erweitern die Wohnungen und bieten hohen Wohnkomfort bei gleichzeitig reduzierten Einblicken. Je nach Lage geniessen die Bewohner unterschiedliche Ausblicke – von den Glarner Alpen über den Benkner Büchel bis zum Sonnenuntergang über dem Zürichsee. Das gesamte Ensemble wirkt zusammenhängend und ortsverbunden und setzt am Dorfeingang mit dem Haus A einen markanten, aber sorgfältig eingebetteten Akzent.
Die Siedlung wird durch ein fein verknüpftes Wegnetz erschlossen, welches alle Häuser miteinander verbindet und neue fussläufige Verbindungen zwischen Hauptstrasse, Magnusstrasse und den bestehenden Quartieren schafft. Dank der gestaffelten Höhenerschliessung sind alle Gebäude trotz der steilen Hanglage komfortabel erreichbar, Parkierung und Tiefgaragenzufahrten sind sinnvoll in die Gesamtstruktur integriert und halten die zentralen Bereiche weitgehend autofrei.









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