Werkhof Engelhölzli Rapperswil-Jona

Planung und Ausführung: 2016–2020
Bauherrschaft: Rüegg Karl Tiefbau und Transport AG
Programm: Werkareal, Entsorgungspark, Feuerwehrdepot
Bauingenieur: Frei + Krauer AG
HLKS-Ingenieur: Gabriele + Partner Gmbh
Elektroingenieur: IBG Engineering AG
Fotografie: Marcel Rickli

Die beiden übereinanderliegenden Hallen mit Raumhöhen von über 5.5 Metern sind mit den strassenseitigen Räumen über zwei Treppenhäuser verbunden. Dank geschickter Einbettung in die Topografie können alle drei Hauptbereiche – Werkhof, Entsorgungspark, Einstellhalle für die Feuerwehr – ebenerdig befahren werden. Gleichzeitig werden die Verkehrsströme so entflechtet, dass die privaten Entsorger den Betriebsablauf von Werkhof und Feuerwehr nicht behindern.

Hohe Nutzlasten, gekoppelt mit der mehrgeschossigen Befahrbarkeit und den nicht zu unterschätzenden Anprallanforderungen, führten zu einer konstruktiven Umsetzung mit vorfabrizierten Betonelementen. Die Haustechnik ist jederzeit zugänglich und langfristig an Nutzungsänderungen anpassbar. Verkleidet wurde nur wo nötig. Dementsprechend legte man viel Wert auf eine präzise Planung und Ausführung der Rohbaudetails. Die linearen Leuchtkörper sind zwischen die sichtbare Betonskelettbauweise gesetzt. So entsteht, kombiniert mit den Holz- und Kalksandsteinausfachungen, eine asketische Raumstimmung mit fast schon meditativer Wirkung. Beheizt sind nur Räume wie Empfang / Kasse, Büros und Personalräume. Diese sind im Sinne eines Haus-in-Haus-Prinzips innen gedämmt. Auch hier wird mit einfachen Mitteln eine grosse Wirkung erzielt; sperrholzverkleidete Wände sind in die grossmassstäbliche Betonstruktur eingestellt, herabgehängte Streckmetall-Decken mit dahinterliegender Absorberplatten ermöglichen eine gute Raumakustik. Der eingefärbte und versiegelte Hartbetonboden ist robust und kostengünstig.

Wie im Innern wird auch aussen nicht geprotzt. Vorgehängte Sichtbetonelemente mit leicht differenziert bearbeiteten Oberflächen gliedern die Fassade und übernehmen wo nötig die Anpralllasten. Die resultierenden Öffnungen sind entweder mit aluverkleideten Holzfenstern oder mit einfachen Holzelementen ausgefacht. Diese sind zwecks Witterungsschutz mit Sinusblechen in Rohaluminium verkleidet.